März

Workshopskripte –  #gmttc1 auf twitter – Meisencam – Skype am Strand – Book Creator

Der März wurde dominiert von der Tagung „Mobiles Lernen mit Tablet und Co.“ in Oldenburg. Die Vorbereitungen nahmen einige Zeit in Anspruch, mehr aber noch die Nachbereitung, denn für die Materialsammlung habe ich zu zwei meiner Workshops ein etwas ausführlicheres Script erstellt.

Der Workshop „Augmented Reality in der Schule“ ist hier dokumentiert.

Die Nachbereitung des Workshops „Programmieren in der Grundschule“ findet man hier.

Wir haben uns in diesem Monat wieder aktiv an der „global maths task twitter challenge“ (#gmttc1) beteiligt und auch selbst eine Aufgabe zur Kombinatorik ins Netz gestellt.

KW 12 Hasenaufgabe

Nachdem wir die Aufgabe zuerst selbst gelöst hatten (und dabei das Baumdiagramm eingeführt wurde), haben wir sie bei Twitter gepostet. Mehrere Tage später bekamen wir eine Antwort aus Ontario, ebenfalls von einer 1. Klasse:

Diese Antwort haben wir dann vor dem Whiteboard gemeinsam besprochen und mit unserem Lösungsansatz verglichen. Natürlich schickten wir der Klasse einen Feedback-Tweet.

An einem weiteren Tag beschäftigten wir uns mit dieser Aufgabe:

Auch wir erhielten Feedback zu unseren vielen unterschiedlichen Lösungswegen. Eine weitere Klasse hat diese Aufgabe bearbeitet – ihre Lösungen werden wir uns noch einmal genauer ansehen.

Über Mathematik und Lösungswege zu sprechen und Lösungswege anderer nachzuvollziehen, halte ich für sehr wichtig. Auch das Anfertigen von Skizzen zur Lösung von Aufgaben und das Führen einfacher „Beweise“ haben die Schüülerinnen und Schüler durch unseren Austausch innerhalb der global math task twitter challenge kennengelernt.

Die Meisen beschäftigen uns auch weiterhin. Durch Twitter erfuhr ich von der Webcam, die Felix Schaumburg in einem Nistkasten installierte. Mit seinem Einverständnis augmentierte ich das Bild des Meisenkastens, das seit der Meisenwerkstatt in der Klasse hängt, mit dem Direktlink zur Cam. Nun können die Kinder quasi „in den Kasten hineingucken“, was sie auch eifrig tun. Beim Elternsprechtag erfuhr ich, dass einige Kinder jetzt extra früh in die Schule kommen, damit sie als erste sehen können, was sich über Nacht verändert hat. Mit der App Blippar  und dem Code 35074 kann man das mal hier selbst ausprobieren (wenn es draußen dunkel ist, gibt es (logischerweise) kein Bild!):

Meisenkasten

(Bild von blickpixel bei pixabay.de, CC-0)

Als es endlich warm genug war, konnte ich eine Idee umsetzen, die schon seit Dezember in mir wühlte: Mit der gesamten Klasse sind wir hinausgegangen und haben unserer Partnerklasse in England, den Pelikanen, das Meer und den Strand per Skype gezeigt. Dazu habe ich mein altes Tablet genutzt (ein weiteres Schultablet war als „Backup“ im Rucksack), denn bei Wind am Strand fliegt doch recht viel Sand durch die Gegend, gerade in Bodenhöhe. Den Internetzugang realisierte ich über den Hotspot meines Handys. Glücklicherweise haben wir am Strand in weiten Teilen eine H+-Versorgung, das reicht für Skype.

Leider war an dem Tag gerade das WLAN in der Schule in England teilweise ausgefallen und die Schüler standen – ein anderes Netz nutzend – auf dem Schulhof im Regen, dadurch war der Anruf dann doch etwas kurz. Die englischen Schüler dachten, wir säßen im Schnee – so feinen und weißen Sand und so einen breiten Strand kannten sie nicht. Wir zeigten ihnen unsere Strandfunde und beantworteten ihre Fragen. Da diese Schüler Deutsch lernen und die Kollegin dort ebenfalls Deutsch spricht, halbierte sich der Übersetzungsaufwand. Auch hatten meine Schüler wieder einige englische Sätze vorbereitet, die sie unbedingt loswerden wollten. Es hat also – trotz einiger Widrigkeiten – funktioniert und wir werden das sicherlich wiederholen.

Am letzten Freitag im März beschäftigten wir uns mit „Erfinden und Forschen“. Die Kinder hatten sich eigene Forscherthemen gewählt. Da gab es „Frösche erforschen“ (im Schulbiotop ging es gerade hoch her….Frühling!), „Was schwimmt?“ (Fortsetzung einer Doppelstunde, die wir mit den Vorschulkindern gemeinsam durchgeführt hatten), einige wollten eine Schokokusswurfmaschine bauen, andere einen (Aufräum-)Roboter. Die letzten beiden Gruppen beschäftigten sich damit, wie man Dinge zum Fliegen bringen kann und dem Mischen von Getränken. Ihre Ergebnisse sollten die Kinder als Poster, als Geschichte als Bilder + Text (daraus wollte ich ein E-Book machen) oder mit einem eigenen E-Book festhalten. Drei Gruppen entschieden sich für das eigene E-Book.

Ich zeigte einem Kind, wie man mit Book-Creator Fotos macht und Texte, bzw. Audios einfügt. Zwei andere Kinder aus den anderen beidenGruppen schauten zu. Dann zogen sie los. Schwierig war es, Plätze zu finden, die wirklich so ruhig waren, dass die Kinder gute Audio-Aufnahmen machen konnten. Die Mikrophone unserer Tablets sind wirklich erstaunlich empfindlich. Als Ergebnis bekam ich:

  • ein Buch mit Fotos und handgeschriebenem (!) Text
  • ein Buch mit Fotos, gedrucktem Text und Audio
  • ein Buch mit Foto und Video

Die Kinder – es handelte sich um Kinder der ersten und zweiten Klasse! – hatten also die App eigenständig erforscht und weitere Möglichkeiten gefunden. Überrascht war ich, wie professionell das Video war – da hatte wohl jemand schon viele Youtube-Videos geguckt! Für mich eine erneute Erinnerung, die Kinder und ihr Vorwissen nicht zu unterschätzen. Die Kurzen wissen und können eine Menge mehr als man denkt! Ab jetzt werden dann die neuerworbenen Kenntnisse im Schneeballverfahren in der Klasse verteilt.

Die Erstklässler können immer besser schreiben, sodass nun auch eine schriftliche Kommunikation mit unserem neuen Schüler möglich wird. Ich habe in das Symbaloo der Klasse, das als Startseite im Browser hinterlegt ist, einen Link zur einer Übersetzungsseite angelegt, mit der Text in die Muttersprache des Kindes übersetzt werden und auch vorgelesen werden kann. Gemeinsam haben wir es getestet. Ich bin gespannt, wie die Kinder es annehmen werden. Die Hauptschwierigkeit wird vermutlich sein, die deutschen Wörter so zu schreiben, dass das Übersetzungsprogramm sie erkennt 🙂

Dies waren so die Highlights des Monats. Daneben natürlich die üblichen interaktiven und selbsterstellten Tafelbilder (das Snipping-Tool von Windows nutze ich inzwischen täglich), die Arbeit der Kinder an den Tablets mit ihren Übungs-Apps und das fast tägliche Nachschauen neuer Wörter mit der Google-Bildersuche für die drei DaZ-Kinder.

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Ein Gedanke zu “März

  1. Liebe Christiane,
    Danke für die Übersicht darüber, was du alles gemacht hast. Spannend zu lesen. Danke für das Workshop Script zu Augmented Reality. Ich werde mich vielleicht doch irgendwann einmal daran wagen. Gruss, Alex

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